Liebe Freunde
Letzten Dienstag ist in der NFZ ein neuer Artikel über Youth for Hope erschienen. Vielen Dank Hans Zemp fürs Verfassen und Publizieren (lassen) des gelungenen Artikels! 🙂
Viel Spass beim Lesen!
Youth for Hope als Sprungbrett ins Leben
Aus der Armut ins Berufsleben
Youth for Hope hat seinen Sitz in Zeiningen. Im Westen von Nairobi erhalten Kinder und Jugendliche aus Slums im Kinderheim Youth for Hope ein Daheim, die Chance für Schulbesuch nach Fähigkeiten und damit verbunden beste Voraussetzungen für ein erfolgversprechendes Leben in Kenia, in einem Land mit sehr hoher Arbeitslosigkeit.
Hans Zemp
Zeiningen / Nairobi. Beim letzten Besuch durfte die Neue Fricktaler Zeitung einmal mehr feststellen, dass das Kinderheim Youth for Hope in den Ngong Hills, westlich von Nairobi, viel Freude bereitet. Alle dort wohnenden Kinder und Jugendlichen kommen aus prekären Verhältnissen. Sie erhalten hier die Chance, würdige Jugendjahre zu verbringen. Benjamin im Haus ist der gut zweijährige Pieter. Die ältesten Bewohnerinnen und Bewohner besuchen die Universitäten oder Berufslehren. Dazwischen sind fast alle Jahrgänge vertreten.
Diesmal erzählen drei Jugendliche über ihr Leben und ihre Ziele im Youth for Hope. Die fünfzehnjährige Virginiah Liyayi Liluka lebt seit Dezember 2018 in der Gemeinschaft und besucht momentan die 8. Klasse der Secondary School in Ngong. Sie gehört in die Spitzengruppe ihrer Klasse, liebt die Schule aus verschiedenen Gründen. So auch wegen der netten Lehrer und Schulfreunde. Die sportlich vielseitig begabte junge Dame hat in der Schule auch Leader-Funktionen inne. Ihre Berufsabsichten liegen im Studium der Medizin, Sparte Pädiatrie. Zu ihren Hobbies zählt Virginiah auch Lesen von Büchern. Virginiah fühlt sich im Youth for Hope sehr wohl und windet der Leitung entsprechende Kränzchen. Dazu meint sie: «I love spending time with children», also, sie liebt es, mit Kindern Zeit zu verbringen.
Faith liebt das Kreative und schreibt Songs
Die vierzehnjährige Faith Adhiambo lebt seit November 2019 im Kinderheim und liebt neben Englisch auch kreative Kunst. Sie gehe gerne zur Schule, weil sie ihre Zukunft präge und sie von den Lehrern Neues lernen könne. Auch mit Sport kann sie etwas anfangen. An Wochenenden macht sie sich mit vielen Handreichungen daheim nützlich und hilft den Kleinen beim Erledigen ihrer Hausaufgaben. Ihr Berufsziel liegt entweder im Bereich Künstlerin oder Sängerin. Sie liebe das Singen wirklich.
Und Allan Mtamba
Ist mit seinen zwölf Jahren sehr selbstbewusst. Neben Sport, er trainiert 4800 Meterläufe und Ballspiele, liebt er Mathematik und Naturwissenschaften, aber auch Schwimmen ist ein Favorit von ihm. Er nimmt in der Klasse ebenfalls Leaderpositionen ein. Seine Wissensdurst Neuem gegenüber lässt ihn die Schule in den höchsten Tönen loben. Trotzdem seien ihm die schulfreien Tage sehr lieb. Beim Zeichnen könne er sich nicht nur gut fühlen, sondern auch «den Geist erleichtern», also abschalten. Klar macht auch er sich daheim gerne nützlich. Zu seiner Grossmutter unterhält er ein besonders gutes Verhältnis. Sein ausgesprochener Berufswunsch ist Pilot. «I would really like to see the world from above», meint er strahlend. Also die Welt von oben anschauen.

Der Vorstand arbeitet an Entwicklungen
Präsident Dominik Rüfenacht will zusammen mit dem Vorstand der weiteren Entwicklung Beachtung schenken. So will der Vorstand neu Pools für Spezialitäten schaffen, um einerseits aufwändigen Berufsausbildungen Unterstützung bieten zu können oder anderseits plötzlich und unvorhersehbar auftretenden Gesundheitskosten zu begegnen. Die Abgrenzung zu den Kosten der Infrastrukturausgaben, Renovationen, Mobiliaranschaffungen, der Alltagsaufwände, den Schulgeldern auch an höhere Schulen, den Kleiderkäufen und des Betriebsunterhalts machen nach dem Präsidenten Sinn.
Eine weitere Absicht hat der Vorstanddarin, dass er seine Auftritte im Volk ausdehnen will. Er denkt da an Besuche in Schulen, am Zeininger Markt und anderes. «Es ist wichtig, dass man Youth for Hope kennt», fasst er zusammen.
Dominik Rüfenacht untermauert dies Diversifizierung mit folgendem Beispiel: Im Heim erkrankte ein Mädchen schwer, geriet in Atemnot und verfärbte sich blau. Sie bekam auch Rückenschmerzen. Bewusstlos wurde das Kind ins Spital eingeliefert und erlitt dort noch einen Herzstillstand. Ursache war eine Lungenembolie, ausgelöst durch ein Blutgerinnsel an einem Bein. Heute ist das Kind wieder gesund und munter. Die daraus entstandenen Kosten von rund 5000 Franken, für das Kinderheim ein massiver Brocken, rechtfertigen das geplante Vorgehen des Vorstandes.



