Organisieren und Reparieren für die einen, Schulferien für die anderen

Hallo zusammen

Seit fast zwei Wochen weilt Hans nun schon in Kenia, während die Kinder ihre Schulferien zuhause genossen. Ferien waren jedoch bei Hans nicht angesagt – in und um das Haus ist wieder so einiges angefallen, was es zu reparieren, ausbessern oder instand halten galt. Zum Glück hatte es keinen Liegestuhl im Garten, sonst wäre er sicher noch in Versuchung geraten… 🙂 

Doch auch die Kinder hatten ihr Programm: Dennis, ein ehemaliges YfH-Kind, zog kurzentschlossen für diese zwei Wochen wieder bei uns ein. Er gab in dieser Zeit den Kindern und Jugendlichen Nachhilfeunterricht, leitete Spiele und veranstaltete mit den Grossen Diskussionsrunden und sorgte damit für eine super Stimmung bei Gross und Klein!

Nun aber gehen die Kinder wieder „tropfenweise“ zur Schule. Die meisten mehr oder weniger motiviert, wie man an den Bildern erkennen kann! Am Freitag dann mit dem Trainer, wenn Sport angesagt ist:

Liebe Grüsse aus der Regenzeit (wo es momentan zumeist trocken ist) in den Frühling (wo es leider meistens regnet…;-) )

Spende vom Gemeinnützigen Frauenverein Möhlin

Noch keine zwei Wochen sind vergangen seit unserer Rückkehr, da durfte ich bereits zusammen mit Susann an der GV des Gemeinnützigen Frauenvereins über die neusten Entwicklungen in Ngong erzählen und überhaupt einen kurzen Einblick geben über das, was wir tun. Vor einem so grossen und interessierten Publikum zu stehen war für uns ein tolles Erlebnis und wir haben uns sehr gefreut über das Interesse und diese Möglichkeit, den Verein in der Umgebung noch bekannter zu machen.

Noch mehr gefreut haben wir uns, als wir den XXL-Check über CHF 3’000.- entgegennehmen durften! Diese sehr grosszügige Spende kommt u.a. aus Erlösen einer Brockenstube in Möhlin, oder aus dem Verkauf von diversen Strickwaren, die von den Vereinsmitgliedern selber hergestellt worden sind.

Herzlichen Dank an den Gemeinnützigen Frauenverein Möhlin!! 🙂

Liebe Grüsse,
Dominik

Lang ersehntes Wiedersehen

Für die diesjährigen Sportferien tauschte ich mit der Familie für einmal Ski und Handschuhe gegen Mückenspray und Kamera. Nach mehr als vier Jahren seit der Eröffnungsfeier des Neubaus hatten wir endlich wieder die Möglichkeit, die Kinder und das Haus zu besuchen. Natürlich bekommen wir Neuigkeiten von den Kindern dank Barbara immer sehr zeitnah mit, aber ein Besuch vor Ort ist aus so vieler Hinsicht einfach nicht dasselbe: Der herzliche Empfang und mit eigenen Augen zu sehen, wie die Kinder und Jugendlichen gross geworden sind und sich entwickelt haben, ist unglaublich toll!

Kontrastprogramm

Die beiden Ferienwochen verbrachten wir als Familie jedoch nicht nur im Haus in Ngong. Wir haben uns für jeweils drei Tage Abstecher zum Amboseli-Nationalpark und zum Schluss noch ans Meer in Shimoni organisiert. Der Kontrast zwischen den einzelnen Reisezielen könnte grösser fast nicht sein und machte die Reise für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis. Dreh- und Angelpunkt der Reise war auf jeden Fall das Kinderheim in Ngong. Da die meisten Kinder während den Wochentagen in der Schule sind, war es tagsüber relativ ruhig, bevor es dann gegen Abend wieder losging mit Hausaufgaben, Essen zubereiten und einfach nur zusammen Spielen. Toll waren natürlich die Wochenenden, wo die Kinder den ganzen Tag zusammen sein konnten und viel gespielt und gelacht wurde.

Versprechen zum Abschied

Am Abend der Abreise war die Stimmung bei den Kindern etwas gedrückt, genau so wie bei uns. Für uns ist klar, dass wir nun sicher nicht erneut eine so lange Zeit wegbleiben werden. Schon jetzt freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit den Menschen und dem Ort, der auch etwas zu unserem Zuhause geworden ist.

Dominik

Artikel in der NFZ zum Jahresanfang

Liebe Freunde

Am 6. Januar ist in der Neuen Fricktaler Zeitung ein weiterer Artikel über Youth for Hope veröffentlicht worden. Der Artikel dreht sich zum einen um Brendah Nafula. Sie beginnt diesen Monat ihre College-Ausbildung zur Krankenschwester, wie auch Griffin und Debbie-Brenda. Ein weiteres Thema im Artikel ist die Änderung im Vereinsvorstand. Ihr könnt unter „Der Verein“ die neue Zusammensetzung gerne noch etwas genauer anschauen.

Vielen Dank, Hans Zemp, für die Verfassung des Artikels! Wir wünschen euch viel Spass beim Lesen:

Brendah liebt die familiäre Atmosphäre

In Ngong hat sich wieder einiges verändert

Beim letzten Besuch der Neuen Fricktaler Zeitung im Kinderheim Youth for Hope in Ngong bei Nairobi war es zur Mittagszeit recht ruhig. Die Kinder befanden in der Schule, noch nicht wieder daheim. Dies gab Gelegenheit mit Brendah Nafula über ihre Zukunft und das allgemeine Geschehen im Kinderheim zu sprechen.

Brendah erzählt mit einem Leuchten in den Augen, dass sie im kommenden März ins Studium zur Nurse, zur Krankenschwester, einsteigen will. Bis es so weit ist, macht sie sich im Kinderheim in vielen Belangen nützlich. Es gibt bekanntlich allerhand zu tun und viele Hände bewerkstelligen die Arbeit viel leichter. Das Miteinander wird im Kinderheim Youth for Hope sehr gross geschrieben. Wie Brendah sagt, gefällt ihr dieses «Familienleben» darum sehr gut, weil man aufeinander Rücksicht nimmt und einen guten Umgang miteinander pflegt. Die Jugendlichen fühlen sich in ihrem Daheim sicher. Man erhalte alle «basic needs», alle Grundbedürfnisse. «Der gute Umgang miteinander ist das Normale», meint die junge Frau, und das mache das Leben schön. Mit einem Augenzwinkern lacht sie nebenbei, dass es auch «Familienreibereien» gebe. «But not much.» Also nicht viele.

Brendah überbrückt sinnvoll

Die ersten zwei Monate nach der High School, die sie hervorragend abschloss, besuchte sie Computerklassen. Momentan widmet sie sich für drei Monate dem Gitarrenspiel und engagiert sich weiter ebenfalls als gute Seele, als Mithilfe, im Team. Dazu gehören das Unterstützen beim Lösen von Hausaufgaben bei den Kleinen. Oder wenn diese etwas drückt, hat Brendah für sie ein gutes Ohr.

Seit sieben Jahren ist Brendah nun im Youth for Hope. Sie hat eine ausgesprochen starke soziale Ader. Dies kommt allen zugute und passe besonders auch darum prima, weil «Aunty» Jemimah, eine der tollen Mütter in der Küche, immer nett und gut zu den Kindern sei, sie behandle, als wäre sie deren echte Mutter. Was sie zum Essen in der Küche zubereitet, kommt immer gut an (die Liebe geht halt doch durch den Magen), genau gleich wie ihre Freundlichkeit zu den Kindern, weiss Brendah. Das sei aber auch bei Aunty Josephine, sie die zweite Köchin, so. Auf diese Weise ergänzt sich das Team des «Dienstes» vorteilhaft.

Brendah will vorerst nun das Studium zur Nurse absolvieren. Wenn es möglich ist, später die Ausbildung zur Medizinerin anhängen. Weitere Steckenpferde, ja eine wahre Passion von ihr sind das Fotografieren und die Videografie.

Neuerungen im Vereinsvorstand

Hans Haas hat das Präsidium des in Zeiningen beheimateten Vereins Youth for Hope an Dominik Rüfenacht weiter gegeben. Hans Haas bleibt aber dem Verein weiter als gute Seele erhalten. Im geplant reduzierten Vorstand haben zurzeit ebenfalls Barbara Chindia – Haas und Monika Nyffenegger Einsitz. Unterstützung geben dieser Führungscrew weiterhin die ihr nicht mehr angehörenden, aber noch immer selbstlose und wertvolle Hilfe leistenden Susann Waldmeier, Doris Holenstein und Christoph Nyffenegger.

Dominik Rüfenacht ist es ein Anliegen, dass die Verankerung von Youth for Hope im Fricktal intensiviert und weiter gefestigt wird. Dazu sollen regelmässige Aktionen in und um Zeiningen helfen. Auch die Schule soll einbezogen werden. In Ngong will man schauen, dass das Projekt langfristig weiterlebt, strahlt und der ursprünglichen Idee entspricht. So, wie es heute läuft, macht es Freude, Sinn und verspricht Zukunft.

Die Arbeit mit dem Vereinsvorstand, mit den Vereinsmitgliedern, also mit dem gesamten Team in der Schweiz aber auch in Ngong macht Dominik Rüfenacht Freude und verspricht die Erhaltung der Ursprungsidee, aber auch fruchtbringende Einflüsse auf Neuerungen, und sie lässt neues Gedankengut zu.

«Das, was Hans Haas in den letzten Jahren für das Kinderheim geleistet hat, kann man nicht in Worte fassen», ist der neue Präsident überzeugt. Unzählige Male reiste er nach Kenia, überwachte das Projekt, half als versierter Handwerker bei der Realisierung vieler Sachen. Das neue Haus ist nur ein Beispiel dafür. Auch in Zukunft soll gelten: «Gemeinsam sind wir stark.»

 

Schöne Festtage und einen guten Start ins 2023!

Das alte Jahr neigt sich bereits wieder mit schnellen Schritte dem Ende entgegen. Silvia und Hans feiern gemeinsam mit Barbara, Jei und der „YfH-Grossfamilie“ Weihnachten. 🙂

Das traditionelle Überraschungs-Reisli zum Ende des Jahres kann Barbara mit den Kindern und in der Begleitung von Silvia und Hans nun das erste Mal seit Corona wieder durchführen! Da es fast unmöglich ist, mit 25 Kindern gleichzeitig zu verreisen, wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Reise führt nach Watamu, an die Nordküste Kenias, mit hoffentlich viel Sonne, Strand und Meer. Die zweite Reise geht dann an den malerischen Naivashasee. An beiden Orten darf die grosse Gesellschaft in den Häusern von Barbara‘s Bekannten wohnen.

Im Namen des ganzen Vorstandes und unserer Kinder in Ngong wünschen wir Euch von Herzen schöne Weihnachtsfeiertage!

Für alle, die ihn noch nicht erhalten oder gesehen haben: Der Weihnachtsbrief 2022