Eine grosse Überraschung zum neuen Jahr

Wie wir bereits zu Beginn des vergangenen Jahres berichteten, haben wir im Jahr 2021 mit der BeA-Stiftung aus Wiesbaden, Deutschland, zusammengearbeitet bzw. hat die Stiftung für uns gesammelt. Den ganzen Bericht dazu findet ihr hier: Zusammenarbeit mit BeA-Stiftung

Das Jahr zog ins Land und wie wir alle wissen, war es nicht immer einfach. Trotz den erschwerten Umständen durch die Pandemie, konnte die BeA – Stiftung Unglaubliches wahr werden lassen: Das ursprünglich durch die Stiftung gesetzte Spendenziel lag bei 12’000.00 Euro. Bereits dies erschien uns zu Beginn des Jahres eine unglaubliche Summe, die wir niemals glaubten zu erreichen. Als uns Ende Jahr die Info von Frau Ackermann und ihrem Team erreichte, dass durch grössere Spenden an die BeA-Stiftung das ursprünglich gesetzte Spendenziel auf 15’000 Euro erhöht werde, waren wir nach wie vor skeptisch….

Im Dezember 2021 endete die Sammlung für Youth for Hope durch die BeA-Stiftung und wir wurden über den abschliessenden Spendenstand informiert: Sage und Schreibe 17.178,96 Euro haben wir von der BeA-Stiftung erhalten! Davon stammen rund 10’000.00 Euro aus stiftungseigenem Kapital und rund 7’000.00 Euro aus Spenden. Eine unglaubliche Zahl, die uns nach wie vor sprachlos macht! Wir sind der BeA-Stiftung und allen Spenderinnen und Spendern unglaublich dankbar und sagen ASANTE SANA!

Youth for Hope wünscht schöne Festtage

Im Namen des Vorstandes und unserer Kinder in Ngong wünschen wir Euch von Herzen ein schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Das Jahr 2021 war für uns erneut ein Jahr mit vielen Hochs und Tiefs, nach wir vor geprägt von der Pandemie-Situation. Wir sind sehr happy und dankbar, dass die Situation vor Ort in Ngong weiterhin gut und stabil ist. Die Kinder gehen weiterhin hervorragend damit um.

Für alle, die ihn noch nicht erhalten oder gesehen haben: Der Weihnachtsbrief 2021

Neuer Artikel in der NFZ

Liebe Freunde

Vor kurzem ist in der Neuen Fricktaler Zeitung ein neuer Artikel über Youth for Hope veröffentlicht worden. Der Artikel dreht sich um ein Projekt, welches wir im Verlauf der Pandemie ins Leben gerufen haben, und natürlich um die aktuelle Situation mit News aus dem Kinderheim. Ein grosses Danke einmal mehr an Hans Zemp für die Verfassung des Artikels! Wir wünschen euch viel Spass beim Lesen:

Corona-Pandemie rief nach Hilfe

Arbeitslosigkeit wirkt sich aus

Das Kinderheim des Zeininger Vereins Youth for Hope in Ngong bei Nairobi schlägt sich nun auch schon rund fünfzehn Monate mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auseinander. Alle wissen, dass die Pandemie noch nicht ausgestanden ist und alle freuen sich, dass Covid-19 bis heute im Kinderheim selber nicht Einzug hielt. Allen Leuten ist aber klar, dass die mehr oder weniger einschneidenden Einschränkungen, die Kenia in dieser Zeit ebenfalls durchlebt, Sinn machen. Man kennt aktuell unter anderem Nachtausgangsverbot, geschlossene Restaurants ab 19 Uhr, teilweise geschlossene Schulen, Zugangsbeschränkungen in Verkaufsläden, nur halb gefüllte Verkehrsmittel und Masken- und Desinfektionsauflagen.

All diese Restriktionen haben viele Leute in die Arbeitslosigkeit gebracht. Verkäuferinnen, Wäscherinnen, Tagelöhner, Coiffeusen und viele andere Arbeitsgruppen haben ihre Arbeit und damit das Einkommen verloren. Wegen der lange Zeit geschlossenen Schulen sind und waren die Kinder daheim und sollten etwas zu essen bekommen. Und nun wird es dramatisch. Die Eltern, meist sind es bis zu rund 90 Prozent die allein erziehenden Mütter, weil die Väter verschwunden sind, haben die Arbeit nicht weg und kein Einkommen mehr. Sie müssen Hauszins und, weil die Kinder eben daheim und nicht in der Schule sind, noch mehr Essen bezahlen und wissen nicht womit. Dies führt zu dramatischen Zuständen.

Der Tropfen auf den heissen Stein

Youth for Hope bezahlt seit recht langer Zeit ungefähr 70 daheim wohnenden Kindern Schulgeld und absolut notwendige Beiträge für Lebensbedürfnisse. Hinzu kommt neu ein Projekt zur Unterstützung für Familien, die wegen der Corona bedingten Arbeitslosigkeit in totale Not gerieten. Sozialarbeiten melden Youth for Hope Familien mit den genannten Zuständen.

So entstand ganz unbürokratisch dieses Corona-Projekt. Man will ganz gezielt nur die bitter lebensnotwendigsten Bedürfnisse von Familien, es sind momentan deren 24, abdecken. So bleibt ihnen das Dach über dem Kopf sicher und einfaches Essen wird möglich. Das für eine Zeitdauer von zwei Monaten gedachte Projekt wurde bereits drei Mal verlängert und es sieht so aus, dass dieser Hilfszweig im Projekt Youth for Hope Dauerhaftigkeit erhalten wird. Dem Verein Youth for Hope ist dieses Projekt wichtig geworden.

Und so sieht es daheim im Kinderheim aus

Das Haus ist mit 26 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen voll. Mit einer kurzen Ausnahme waren die Bewohnerinnen und Bewohner von Youth for Hope daheim. Die Ausnahme bildeten die Abschlussklassen wegen der Abschlussexamen. Diese konnten durchgeführt werden.

Viele Kinder verloren aber ein ganzes Schuljahr. Darum bestimmte das Erziehungsministerium, dass möglichst viel davon bis 2023, also während drei Jahren wieder eingeholt werden muss. Um dies möglich zu machen, haben die Kinder während dieser drei Jahre am Ende jedes Trimesters noch eine Woche – und nicht mehr vier – Ferien. Statt zwölf Wochen wie bei uns, bleiben ihnen noch drei pro Jahr!

Ganz unerfreulich war auch, dass wegen Covid drei junge Frauen ihren Job verloren und sie alle wieder heim nach Ngong kamen. Die ihnen versprochenen Festanstellungsverträge lösten sich vorübergehend in Luft auf, weil der Tourismus momentan total darniederliegt. Man wartet aber auf gefreutere Situationen. Und in der Tat, bevor der Aufschwung wieder lebt, sind zwei der Frauen zurückgerufen worden. Dies spricht für ihre Qualifikation.

Auf beste Zukunftsaussichten kann auch Ian Ausblick halten. Er schloss die Primarschule so gut ab, dass er in die landesbeste Highschool aufgenommen wurde. Klar muss er dort gut abschliessen, will er die Chancen auf einen Top-Job erhalten. Ehrgeiz fehlt ihm jedenfalls nicht. Bei seiner ersten Prüfung erreichte er im Feld der 217 Jungs Rang sieben. Er hat dabei festgestellt, dass dies nicht gut genug ist. Von der Primarschule her war er sich anderes gewohnt.

Generell stellt man aber fest, dass im Youth for Hope die schwierige Zeit gut überbrückt werden konnte. Nach den nun fünfzehn Monaten Restriktionen herrscht immer noch gute Stimmung. Bei den Kleinsten versteht man das vielleicht noch. Bei den Teenagern ist dies doch eher erstaunlich. Ganz generell herrscht im Kinderheim Youth for Hope ein ganz hervorragendes Klima. Zu diesem Umstand beigetragen haben sicher die Hausmütter Jemima, Josephine und Jane sowie der Sozialarbeiter Simon. Diese guten Seelen haben für das Wohlbefinden aller Bewohner Hervorragendes geleistet. Hans Haas als Präsident und Barbara Chindia – Haas als Leiterin des Heims freuen sich darauf, dass die Restriktionen Vergangenheit sein werden.

Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Im Namen des ganzen Vorstandes und unserer Kinder in Ngong wünschen wir Euch von Herzen ein paar schöne Weihnachtsfeiertage vor allem: gute Gesundheit! Rutscht gut ins neue Jahr und schaut ab und zu hier vorbei. Wir sind voller Hoffnung und überzeugt, dass  sich der Silberstreifen am Horizont im 2021 vergrössern wird, und langsam und stetig wieder so etwas wie Normalität einkehren wird. Wir werden euch hier auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, was die Situation vor Ort betrifft

Herzlichen Dank für alles im 2020, es war auch für uns ein spezielles Jahr, mit vielen Hochs und Tiefs. Wir sind aber froh und stolz darauf zu sagen, das es den Kindern und dem Verein sehr gut geht!

Für alle, die ihn noch nicht erhalten oder gesehen haben: Der Weihnachtsbrief 2020

Neuer Artikel in der NFZ

Liebe Freunde

Vor ein paar Tagen ist in der Neuen Fricktaler Zeitung ein neuer Artikel über Youth for Hope veröffentlicht worden. Der Artikel dreht sich, wie könnte es anders sein, um die sehr anspruchsvolle Zeit in der langen Lockdown-Phase in Kenia. Ein grosses Danke an Hans Zemp für die Verfassung des Artikels! Wir wünschen euch viel Spass beim Lesen:

Corona-Pandemie hält «Youth for Hope» in Atem

Der Verein «Youth for Hope» ist in Zeiningen beheimatet und führt in Ngong, westlich von Nairobi, ein Kinderheim mit ungefähr 40 Kindern. Barbara König-Haas, die Leiterin des Heims, schaut auf eine schwierige Zeit zurück. Covid-19 hat vieles verändert.

Am vergangenen 23. Juli erhielt die Leiterin des Kinderheims «Youth for Hope», Barbara König-Haas, in Ngong die Chance, wieder in die Schweiz zu kommen. Ein Repatriierungsf lug machte dies möglich. Seit dem Ausbruch des Coronavirus in Kenia im März waren viele Vorkehrungen zu treffen, um Covid-19 den Einzug ins Heim zu verwehren. Bis heute ist dies gelungen. Barbara König meint, ihre Arbeit vor Ort sei ihr nur wegen der wirklich grossen Toleranz ihres Arbeitgebers möglich gewesen.

Vater, Onkel und Schwester kehrten mit der letzten, den ordentlichen Kurs noch fliegenden, Swiss-Maschine im März heim. Barbara König blieb. Bereits wurden dann auch in Kenia erste Sicherheitsbestimmungen wegen der Krankheit erlassen. Die Einführung des Fernunterrichts war anfänglich recht chaotisch. «Wir hatten ein totales Chaos.» Niemand wusste, wie es weitergeht. So brachte die Heimleiterin Strukturen in den Tagesablauf. Erschwerend kam noch der Todesfall von Diana, eines seit langen Jahren kranken Mädchens, dazu. Für alle Bewohnerinnen und Bewohner war dieser Vorfall schwer zu verdauen. Man liebte das aufgestellte Mädchen. «Nach anfänglichem Hickhack begann das Ganze zu laufen», meint Barbara König. Für die unteren Klassen war es sehr anspruchsvoll, die Kinder in die neue Situation einzuführen. Ständig kamen Fragen zu allen Tagessituationen. Die Kinder gewöhnten sich aber recht rasch an das Lernen daheim. Barbara König und die älteren Mädchen wurden als unausgebildete Lehrerinnen ins kalte Wasser geworfen. Für einige war es ein Abrufen lange nicht mehr gebrauchten Wissens. Auch dies war eine spezielle Erfahrung.

Es geht wegen klaren Strukturen
«Das Ganze konnte nur wegen ganz klarer Tagesstrukturen funktionieren, wohnen im Kinderheim doch Kinder und Jugendliche von Kindergartenalter bis Universitätsstudenten», blickt Barbara König zurück. Die Ansprüche der Jugendlichen waren schliesslich besonders vielschichtig.

Highlights für die Kleinen sind unterdessen die Nachmittage geworden. Sport, Backen, Kochen, Haushalten und der Garten zählen zu den Abwechslungen. Die «Grossen» betrieben bis um vier Uhr Home-Learning. Nach dreieinhalb Monaten standen von den Schulen Programme für dieses Home-Learning zur Verfügung. Unterdessen sogar für die Erstklässler. Dies sei eine grosse Hilfe und das Ganze läuft auch gut. Sogar Prüfungen zum Beherrschen des Stoffes sind im Programm eingebaut. Barbara König macht den Lehrern für das «hervorragende Engagement» grosse Komplimente, hat sie doch nicht erwartet, dass Schulen in so kurzer Zeit ein komplettes System online stellen können. Man hofft aber, dass die Schulen beim nächsten Jahresbeginn wieder öffnen können. Grossmehrheitlich wird all das, was in der Corona-Zeit daheim gelernt wird, für den ordentlichen Schulverlauf nicht angerechnet. Begründet wird dies damit, weil in ganz Kenia zu viele Kinder keine digitalen Hilfsmittel für das Home-Schooling zur Verfügung haben. Es wird also für die Kinder im Januar 2021 dort weiter gehen, wo im März 2020 unterbrochen wurde. Dies ist sicher ein frappanter Unterschied zur Schweiz. Für die Kinder im Heim wird aber das Gelernte als Wissensvorsprung ins neue Schuljahr mitgenommen. Die Kinder bleiben mit dieser Lösung ein Jahr länger im Kinderheim und beginnen mit dem Broterwerb auch ein Jahr später. Barbara König hofft, dass die Colleges im September wieder öffnen. Sicher ist aber noch gar nichts.

Auch beim Personal waren Massnahmen nötig
Aus Sicherheitsgründen mussten Angestellte daheim, also ausserhalb des Kinderheims, bleiben. Den täglichen Einkauf macht man nicht mehr selber. Fünf Mal in der Woche bringen eine Marktfrau und ein Gärtner Gemüse ans Gate. So kann man den verlangten Abstand einhalten. Barbara König ist stolz auf die Kinder. Sie machen nun schon fünf Monate unglaublich toll mit. Die Solidarität spielt im «Youth for Hope» ungebrochen.

Ganz besonders dankbar ist der Verein den Leuten gegenüber, die in guten und in schlechten Zeiten zum Kinderheim stehen und ihm in irgendeiner Form die Stange halten. Die Hilfe, die dem Heim zukommt, ermöglicht, dass der Ort wirklich ein Ort der Hoffnung bleibt und weiterleben kann.